Ein gesundes vaginales Mikrobiom ist von Laktobazillen dominiert. Es zeigt eine deutlich geringere Diversität als beispielsweise die Darmflora.
Es gibt einen wesentlichen Einfluß der weiblichen Geschlechtshormone auf das Wachstum einzelner Bakterienstämme der Vaginalflora. Die genaueren Zusammenhänge sind hier aber noch unbekannt und Gegenstand der aktuellen Forschung.
Man unterscheidet fünf Typen der Vaginalflora (Community State Types, CST):
CTS I:
- Stark dominiert von Lactobacillus crispatus. Gilt als sehr stabil und gesund.
CTS II:
- Dominiert von Lactobacillus gasseri. Schützt ebenfalls gut vor Infektionen.
CTS III:
- Dominiert von Lactobacillus iners. Häufig, gilt aber als etwas weniger stabil als CST I.
CTS IV:
- Keine klare Laktobazillen-Dominanz. Stattdessen eine bunte Mischung aus verschiedenen anaeroben Bakterien. Dies kann normal sein, erhöht jedoch das Risiko für eine bakterielle Vaginose.
CTS V:
- Dominiert von Lactobacillus jensenii. Sorgt ebenfalls für ein saures und gesundes Milieu.
nach der Menopause
- Eine alleinige Senkung des pH-Wertes reicht nicht aus, um das vaginale Mikrobiom nach der Menopause zu verändern. [Srinivasan S. et al.]
- Eine Erhöhung der Laktobazillen kann die vaginale Gesundheit verbessern. [Srinivasan S. et al.]
